Workshop „Lebensqualität als Schlüsselkonzept und Forschungsfrage – Grundlagenwissen“ - in Kassel am 15. November 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ soll auch in der Wissenschaft eingelöst werden können. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht allein Objekte der Forschung bleiben, sondern müssen selbst als Akteure des Forschungsprozesses auftreten können. Für eine selbstbestimmte und wirksame Partizipation an diesen Prozessen ist ein Grundverständnis wissenschaftlicher Begriffe und Methoden erforderlich. Aus diesem Grund bietet bifos e.V. im Rahmen des Projektes „An Wissenschaft und Forschung teilhaben“ vier eintägige Workshops für Menschen mit Behinderungen an, in denen Begriffe und Themen aus der Wissenschaft und (Teilhabe-)Forschung erläutert, Methoden vorgestellt und mit Beispielen verdeutlicht werden. Wir werden uns fragen, was konkret Partizipation bei partizipativen Forschungsvorhaben bedeuten kann? Welche Anforderungen gibt es, welche Grenzen? Wie entwickelt man relevante Forschungsfragen, wie werden wichtige Forschungsergebnisse (v)ermittelt? Mit diesem Angebot möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbewusst Partner*innen für die Wissenschaft werden können.


Zum zweiten eintägigen Workshop des Projektes laden wir Sie herzlich ein:

„Lebensqualität als Schlüsselkonzept und Forschungsfrage – Grundlagenwissen“


Dieser findet am 15. November 2019 von 10.30 – 16.00 Uhr in Kassel statt.

Veranstaltungsort: bifos e. V., Samuel-Beckett-Anlage 6, 34119 Kassel

Referent*innen: Carina Bössing und Katrin Schrooten (Evangelische Hochschule RWL/Bochumer Zentrum für Disability Studies) sowie Barbara Vieweg (bifos e. V.)

Lebensqualität ist ein Konzept, das objektive Lebensbedingungen und die subjektive Zufriedenheit zusammenbringt. Forschungsvorhaben zur Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Beispielsweise geht es dabei oft um die Frage, wie und wo Menschen mit Unterstützungsbedarf leben können oder sollen, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Gerade die Abhängigkeit von Unterstützung wird als Beeinträchtigung der Lebensqualität gesehen. Aber wie versuchen Wissenschaftler*innen genau die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Bereichen zu erforschen? Wie kann Wissenschaft (persönliche) Lebensqualität messen? Welche Grenzen hat dieses Konzept? Welche Bedeutung hat die Erforschung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen für ihre gleichberechtigte Teilhabe?